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Vortragskritik zu von Alfredo Cuti

"Die Geheimnisse des Börsenerfolges"

gehalten auf der Wiener Gewinn-Messe am 18.Oktober 2007

 

Der grosse Saal im Wiener Messezentrum präsentiert sich wohlgefüllt mit Besuchern, die alle begierig darauf warten, in Cutis Geheimnisse des Börsenerfolges eingeführt zu werden. Ein paar Plätze sind noch leer, doch nicht viele.

Cuti betritt die Bühne und beginnt zu plaudern. Doch das übersteuerte Mikrofon kracht so unangenehm in den Lautsprechern, dass sich nach einigen Minuten Vortrag die Leute beschweren. Schließlich kann man es doch besser einstellen.

Cuti erklärt uns zwei seiner Meinung nach vorhandene Grundtypen von Menschen: Die "langweiligen" und die "launischen". Man staunt.

Er behauptet, dass man mit launischen Menschen viel lieber zusammen wäre, als mit langweiligen. Letzte würde keiner wollen, weil eben zu langweilig. Man wolle die launischen. Die aber dann auch nicht mehr, weil zu launisch. Und so wäre es auch mit Aktien.

Doch zurück zu Menschen - und Beamten. Cuti behauptet, aus dem Publikum das Stichwort Beamter gehört zu haben und erklärt dem staunenden Publikum, daß Beamten zu den langweiligen Menschen gehören. Sie sind Beamter, lieber Leser? - Fein, dann kennen Sie bestimmt den Witz vom Goldfisch schon, der zuviel Hektik für Sie darstellt. Wenn Sie noch mehr uralte Beamtenwitze hören wollen: Cuti erzählt sie nicht am Stammtisch zu vorgerückter Stunde, sondern in seinem gut besuchten Vortrag, in dem er sich als seriöser Finanzmann präsentieren möchte. Auch Freunde von Polemiken-gegen-Fiat und Microsoft werden sich kaputtlachen.

Doch endlich kommen wir wieder zu Aktien, langweiligen und launischen wie gesagt. Uns wird versprochen, wir würden im Vortrag "Bausteine" zum Börsenerfolg zu hören bekommen. Leider hat man den Eindruck, nicht mitbekommen zu haben, woraus diese Bausteine jetzt eigentlich bestehen und wieviele deren sind. Obwohl man eigentlich gut zugehört hat.

Endlich zeichnet Cuti ein paar fiktive Charts auf sein Flipchart und zeichnet die Bewegungen mit dem Finger nach. Er erklärt uns, dass Kostolany und Soros ebenso wie Fosset ihr Geld damit gemacht hätten, dass sie Auf- und Abwärtsbewegungen richtig ausgenützt hätten. (Wären Sie darauf jemals selbst gekommen?)

Leider geht es im Niveau jetzt steil bergab. Cuti offenbart erschreckende terminologische Wissenslücken. Er will Strategien für fallende Kurse durch Optionen erklären. Dabei verwendet er für "bullish" den Begriff "long" und für "bearisch" den Begriff "short". Es handelt sich dabei keineswegs um einmalige Ausrutscher, sondern um einen konsequenten Fehler: Die Position "Put Option long" bezeichnet er als die "Short Position" und das mehrfach. Ein wörtliches Zitat: "Die Gewinner handeln mit long- und short Positionen", womit Cuti das Setzen auf steigende oder fallende Kurse ausdrücken will.

(Alle Begriffe werden im Optionslexikon der Site erklärt: Optionslexikon)

Da drängt sich der böse Verdacht auf, dass Cuti noch niemals gehört hat, dass man auch eine "Put Option Short" halten kann, um auf steigende bzw. gleichbleibende Kurse zu setzen. Sollte er von den grundlegenden Optionsstrategien ala Call long ODER short und Put long ODER short nicht sehr viel Ahnung haben?

Darüber mag die Rezesentin nicht werten. Ihre Entscheidung hingegen, lieber Leser, sollte lediglich sein, ob der Mann genug Fachwissen hat, um Sie in Ihren Anlageentscheidungen, die auch Optionstrading umfassen, zu beraten.

Jetzt nähert sich der Höhepunkt des Vortrages. Er nähert sich mit Knall und Donner. Er wird angekündigt als "absoluter Schutz vor dem Crash" und als "das Wertvollste, das sie je gesehen haben" und "hätten Sie das je angewandt, hätten Sie noch nie einen Loser im Portefolio gehabt."

Lieber Leser, ich will es kurz machen: Was auf diesen Thaterdonner als "Geheimnis " folgt, ist eine simplifizierte Darstellung des guten, alten Trailing Stops (Nachziehstop). Dieses Geheimnis Cutis wurde in den letzten hundert Jahren in fast jedem Fachbuch publiziert. Z.B. um die Jahrhundertwende von W.D. Gann, gefolgt von Kaufman, Schwager, und in der Gegenwart intensiv in die Feinheiten diskutiert von Ross. Hat Cuti keines dieser Bücher gelesen, dass er den Trailing Stop bei seinen Vorträgen als "Geheimnis" präsentiert? Oder drückt er damit nur aus, was er von dem Wissensstand seines Publikum hält?

Mit Simplizisimus geht es weiter. Cuti zeichnet ein Chart, das einen idealtypischen, stilisierten Aufwärtstrend darstellt. Jedes Peak ist höher als das vorige und jeder Reaktionspunkt liegt idealtypisch über dem vorigen. Unter diese idealisierten Punkte zeichnet Cuti seine nachzuziehenen Stops und nennt das die "Treppenstrategie, mit der man immer richtig liegt". Manche Leute im Publikum grinsen einander hier schon ungläubig an.

Doch der nächste Höhepunkt naht. Eine Strategie, mit der es kein komplettes Versagen mehr gibt. Auch wenn alles den Bach hinuntergeht, bleiben einem immer noch 94% des Kapitals. Wie diese Strategie geht? - Erfahren wir nicht. Denn Cuti gibt uns endlich einen der versprochenen Bausteine.

Das Risikomanagement. Cuti bezeichnet seine Firma Aktienpower hier wörtlich als "super genial", um einen winzigen Teil des Eigenlobes zu zitieren. Wie managt Aktienpower also das Risiko? - Mit Diversifizierung, zeitlicher und regionaler Streuung. Das wäre aber erst die Voraussetzung seines genialen Risikomanagements, das in Hebelgewichtung besteht. Wie dieses geniale Ding konkret funkioniert, sagt er uns nicht.

Haben wir gehofft, dass Cuti auch Positionmanagement anwendet oder gar das Markow-Modell? - Nur kurz und mutmaßlich vergeblich, denn die nächste irritierende Simpeli-Aussage zum Thema folgt:

Keiner wird Cuti widersprechen, wenn er davon abrät, in Verlustpositionen "nachzukaufen.". Doch jeder in der Wahrscheinlichkeitsrechnung Bewanderte wird aufstöhnen, wenn Cuti behauptet: "Man darf nur in Gewinnpositionen nachkaufen". Herr Cuti sollte sich vielleicht hier einmal etwas genauer mit der Mathematik des Pyramidierens befassen, bevor er sich öffentlich dafür ausspricht.

Cuti präsentiert im Laufe des Vortrages und am Stand der Firma Aktienpower noch seinen Indikator namens Georgie. Der Indikator wird von der optischen Anmutung in die Gattung der trendfolgenden Nachläufer einzuordnen sein. Er verhält sich vielleicht ähnlich wie ein 30 Tage gleitender Durchschnitt, wenn man sein Verhalten mit etwas vergleichen müßte. Wie GENAU der Indikator berechnet wird, kann aufgrund eines Blickes seriöserweise nicht festgestellt werden. Er scheint halt ein Trendfolge-Indikator zu sein. D.h. er zeigt Trends ganz gut an und versagt in Seitwärtsbewegungen. Zumindest auf den am PC vorgeführten Mustercharts.

Es ist für einen Indikator absolut ok, dass er oft richtig liegt, aber nicht immer. Allerdings muß man Cutis Indikator und seine Software erst um 1400 Euro erwerben (lt Auskunft am Messestand). Andere Indikatoren sind in Hunderterpacks kostenlos in Chartprogrammen dabei. Oder sie sind im Internet veröffentlicht.

Zu diesem Preis (1400) gibt es auch eine Einschulung. Wenn Sie lieber Leser denken, dass Sie Ihr Geld bald wiedersehen, indem Sie Börsengewinne mit Cutis Fachwissen / Indikator scheffeln,.... dann ... aeh..., dann aeh... , egal.


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