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Trading Coach Roxanne-Alice Frey-Marian - Ein Erfahrungsbericht

Dieser Bericht wurde dem TTC zur Verfügung gestellt

der Autor ist dem Club bekannt

 

zur Zusammenfassung

 

Der erste Kontakt

Ich beschäftige mich schon lange mit Trading. Ich programmiere Handelssysteme nach Regeln, die mir meine Kunden vorgeben. Im Zuge dieser Tätigkeit weiß ich nach vielen Jahren eine Menge über Charttechnik und Riskmanagement.

Als ich 2010 den Wiener Trading Congress besuchte, fand ein Vortrag meine besondere Aufmerksamkeit. Eine Traderin erzälte von ihren sensationellen Erfolgen im Daytrading. Ein geheimnisvoller amerikanischer Trader hätte sie ausgebildet. Mit ihrem Wissen würde sie viel Geld verdienen. Sie könne auf meist 100% Gewinntrades pro Tag verweisen, mit einem Gewinnbetrag von rund 3000 Dollar. Sie trade jede freie Minute und alle Marktsituationen. Sie deutete einiges an, das vermuten ließ, dass sie sich wirklich mit Charttechnik beschäftigen würde. Sie wäre ein Trading Coach, der nur deshalb Kunden annehmen würde, um ein verantwortungsvolles Leben zu führen. Denn jeder Kunde koste sie ein Vermögen, das sie in der Beratungszeit auf den Märkten nicht verdienen würde. Sie würde mit 65 Trading-Setups arbeiten, die extrem profitabel wären. Diese 65 Setups unterrichte sie auch.

Ich holte mir ihre Karte.

Der schöne Anfang

Erst Ende 2011 fand ich Platz in meinem Leben, einen Termin mit Frau Frey zu vereinbaren. Ihre Kosten für einen Tag (aufgeteilt auf 2 Halbtage) beliefen sich auf 700 Euro ohne Umssatzsteuer. Ich musste "rechtzeitig im voraus bezahlen, sonst könne sie mich nicht akzeptieren." Für ihre altruistische Motivation zwar überraschend, doch soll sein. Ich bezahlte also und reiste in den kleinen Vorort von Frankfurt.

Mein Auftrag an sie lautete: Zeigen Sie mir einige von Ihren 65 Tradingregeln / -setups.

Sie empfing mich überaus gastfreundlich. Ich fühlte mich wohl in der zwar nicht millionärsmäßigen, doch eleganten Umgebung. Ihr Auto ist kein Porsche, sondern ein zweckmaßiger Kleinwagen, wie ich ihn auch fahre und wie es mir persönlich bei jeder Vermögenslage sinnvoll erscheint.

Das angenehme Klima hielt die beiden Halbtage an. Ich zeichnete rund 30 sorgsam gegliederte Seiten auf. Erst daheim arbeite ich mich durch die Unterlagen und suchte eigene Beispiele dazu.

Je weiter ich kam, desto mehr Dinge kamen mir merkwürdig vor und immer noch merkwürdiger. Doch dazu später.

Frey - Marian und die Kerzencharts 1

Wir beginnen die Coachingsession vor Ort mit einem Chart, das Fr. Frey ausgewählt hat. Auf diesem Chart zeigt sie mir bestimmte Formationen. Etwa eine Umkehrformation. Sie ruft: "Sehen Sie hier diesen Hammer?! Das ist eine Umkehrformation." Ich sehe hin und hätte mir eine "Hammer-Formation" zwar so ähnlich vorgestellt, doch zu dem klassische Muster fehlt der betrachteten Kerze einiges.

Anmerkung: Der Hammer gilt als recht unzuverlässiges Muster. Daher gibt es zahllose Versuche, ihn mit Zusatzkriterien zu verbessern. Google zeigt Ihnen einige tausend Beispiele.

Ich denke mir: Vermutlich hat sie das Muster weiterentwickelt und endlich zuverlässig gemacht. Ich nehme also ein extra Blatt, und bitte sie, mir ihre Kriterien zu nennen. Sorgfältig notiere ich jedes davon.

Sie ruft: "Das müssen sie doch alles wissen! Sie müssen das auswendig können!" Sie empfiehlt mir das klassische Buch von Nison. Ich kenne dieses Buch sehr gut und weiß ziemlich genau, wie welche Formationen beschrieben sind. Wie sie es sagt, - nicht. Aber vielleicht irre ich mich ja. Bevor ich nicht nachgelesen habe, erscheint es mir nicht korrekt, etwas zu sagen.

Daheim habe ich also nachgesehen: Die Definition von Frey weicht in einigen Punkten ab, in anderen ist sie ähnlich, die Feinheiten fehlen. Als ich sie darauf anspreche, begründet sie das mit meiner Buchauflage. Da hat sie vermutlich recht. Ich möchte mir ihre aktuelle Auflage kaufen und frage danach: Wo genau steht denn das jetzt? Doch ausser "Sie müssen das endlich auswendig lernen!" bekomme ich nichts aus ihr heraus.

Anmerkung: Die Hammer-Definition, die ich sorgsam notiert habe, erweist sich als keineswegs zuverlässiger als die oben erwähnten Google-Treffer.

Frey-Marian und die Kerzencharts 2

Sie gibt mir (später) als Hausaufgabe, bestimmte Trendarten auf Charts zu suchen. Ich nehme also ein Chart meiner Wahl und beginne. Ihre Signale treffen oft nicht den Punkt: Obwohl ein starker Trend vorliegt, besagt ihre Regel, dass dieser vorbei wäre. Ein Beispiel ist statistisch nicht viel, doch vielleicht kann sie mir dazu etwas erklären.

Als ich ihr meine Charts schicke und sie telefonisch nach ihre Zufriedenheit mit meiner Lösung frage, wird sie ganz vorwurfsvoll: "Sie haben noch immer nichts gelernt! Es war alles umsonst! Das Harami haben sie übersehen! Jetzt kommen sie zu ganz falschen Ergebnissen."

Anmerkung: "Harami" heißt übersetzt "schwanger". Es soll anzeigen, dass ein neuer Trend geboren wird. Sprich: Es ist daher ein Wendesignal.

Ich sehe das Chart an: In der Tat. In der Mitte des starken Trends ist das Harami - als Fehlsignal, wie Haramis es sehr oft sind. Verblüfft frage ich: "Ein Harami ist doch kein Trendfortsetzungssignal, sondern ein UMKEHRsignal?!"

Ihr peinlicher Schnitzer läßt sie keinen Moment zögern, sondern sofort kommt der nächste Vorwurf: "Da sieht man wieder, dass sie keine Ahnung haben! Jedes Harami braucht ja erst eine Bestätigung! Sie müssen endlich den Nison auswendig lernen!"

Wie war gleich unser Thema gewesen? Der aufmerksame Leser wird noch wissen, dass es darum ging, dass ihr Setup in meinem Beispiel nicht funktionierte.

Frey-Marian und ihre Kunst, bis 3 zu zählen

oder

warum der Kunde Unrecht hat

Zählmethoden 1 und 2

Fr. Freys Setups basieren oft auf der Idee, die Korrektur / Reaktion in einem Trend zu bewerten. Dazu zählt sie jene Bars, die diese Korrektur umfasst. Klingt trivial, ist aber voller Fallen, wie sie gleich sehen werden.

Frau Frey pflegt bei ihren Vorträgen zu statuieren: Chartpatterns müssen so schnell erkannt werden, dass das Traden zum Reflex wird.

Überraschender Weise funktionieren Reflexe bei Frau Frey alternativ. Denn sie bietet zu fast jedem Chartmuster zwei Bar-Zähl-Varianten an: Entweder auf Basis von Schlusskursen oder auf Basis von High-Low-Kursen. Beim einen liegt ein "lower low" erst vor, wenn der close tiefer ist, dann wieder nur, wenn das Low tiefer ist als der Vortag. Mit dieser Methode lassen sich auch zu jeder Trendlinie zahlreiche Verlaufsvarianten basteln. Einmal wird die Linie durch die Lows gezogen, dann wieder durch die Closes. Sie sind verwirrt lieber Leser? Es ist auch verwirrend und es kommt noch schlimmer.

Mit anderen Worten wir haben 2 Zählmethoden: Eine auf Basis der Schlusskurse, eine andere auf Basis der Extremwerte / highs / lows.

Zählmethoden 3

Als in meinen Hausaufgagen die erlernten Setups in statistisch viel zu wenigen Gewinntrades resultieren und ich Fr. Frey um Rat bitte, wird sie ganz vorwurfsvoll. Ich hätte so gar nichts verstanden!

Ich lerne eine weitere Zählmethode: Der erste Bar einer Reaktion wird nicht mehr mitgezählt. D.h. wenn wir in einem Aufwärtstrend ein neues Hoch haben, dann beginnen wir erst einen Bar später mit Bar 1. So hatte ich das noch nie gemacht. Doch wenn es gewinnt, stelle ich gerne um.

Das Dumme war nur: Mit dieser Zählmethode wurde nur das übermittelte Beispiel gewinnbringend. Per Se verloren die Setups noch immer zu oft, als dass man einen profitables Tradingansatz damit hätte handeln können.

Zählmethoden 4

Ich höre mir also weitere Abwertungen an, wieviel schwerer ich von Begriff wäre, als alle anderen Kunden. Dann bekomme ich Zählmethode 4 per Mail. Es werden nicht mehr alle Bars in einer Reaktion gezählt, sondern nur jene, die nach einem Extrem auftreten. D.h. wird ein neues High gemacht, das eine neue Reaktion einleitet, so ignoriert man alle Bars, die kein tieferes Low als dieses hätten und beginnt erst danach zu zählen.

Ist zwar etwas kompliziert, doch umsetzbar, wenn man genau aufpasst. Dummerweise macht auch das die Setups nicht profitabel, sondern nur den Einzelfall.

Ich sehe mir ihre Zählbeispiele aus dem Skriptum an. Ich wende sklavisch und genau Zählmethode 4 an. Doch ich komme nicht hin. Auf dem Beispielchart stehen ganz andere Korrektur-bar-Zahlen als es ihre Anweisung per Mail ergäbe.

Ich schicke ihr das Chart aus dem Skriptum zusammen mit ihrem Mail-Zitat. Ich zeichne jedes High bunt und zähle es ihr vor. Ich ersuche um Erklärung, warum man hier auf völlig verschiedene Zahlen kommt. Ich bekomme keine Antwort.

Wann ist ein Trend zu Ende?

Diese Frage ist extrem wichtig, da die Handelssignale, die sie mir anbietet, auf das Vorliegen eines Trends basieren.

Frau Frey bietet 2 Varianten an: Beim Bruch der Trendlinie oder beim Bruch eines Pivots (=Zwischenhighs oder Lows). Nicht selten fallen diese beiden Situationen auseinander. WAS denn in so einem Fall das relevante Kriterium wäre, das kann ich aus ihr nicht herausbringen.

Sie sehen schon: Wir haben eine Trendlinie, die ihre Lage je nach Zählweise ändert, und einen Trend, der nach 2 Regeln gebrochen wird. Welche Erkennungsmethode jeweils angewendet wird, will sie nicht verraten. Sondern auf meine bohrenden Fragen redet sie herum. Sie hätte mir das alles schon erklärt und ich könne mich nur nicht mehr erinnern.

Trendlinien legen nach Frey-Marian

Trendlinien legen ist mehr eine Kunst, als eine Technik. Ich frage sie danach. Sie empfiehlt mir, die Trendlinien durch die closes zu legen, denn die closes wären die Kurse der Profis.

Trendlinienbrüche sind bei Fr. Frey-Marian sehr oft Handelssignale, daher ist extrem wichtig, wo genau die Trendlinien liegen. Ok, wenn die Profis die Linien durch die closes legen, dann würde ich das auch tun. Frisch ans Werk!

Anbei ein Chart. Während ich diesen Bericht schreibe, nehme ich die erstbesten Kurse, denn das Problem ist stets das gleiche: Sobald Sie die Trendlinie durch die closes legen, wird eigentlich jede Trendlinie sehr bald gebrochen, da in steigenden Märkten der Kurs oft am high schließt. Schon die allerkleinste Gegenbewegung bricht die Trendlinie. Doch sehen Sie selbst (zweimal dasselbe Chart, einmal als close Darstellung, einmal als Candlestick:

Frey-Marian Frey-Marian

Ich frage Frey-Marian, wie sie die Trendlinie sinnvoll an die closes anlegen kann, weil ich damit nicht zurecht käme. Doch ich bekomme keine Antwort.

Das erste Setup nach Charles Dow

Fr. Frey erklärt mir die Dow Theorie, eine von tausenden Quellen: http://www.godmode-trader.de/nachricht/Der-Trendwechsel-die-Entstehung-eines-2-3-Hochs-und-Tiefs,a2268181.html

In ihrem Skript, das sie mir leider erst zum Abschied übergibt, sind auf dieser Basis Handelssignale eingezeichnet. Da die Zeichnung keine Legende hat, komme ich nur zufällig in einem Telefonat drauf, dass die Punkte Signale darstellen sollen.

Macht aber nichts, denn diese Formationen kommen derart häufig vor, dass die Gewinnphasen die Verlustphasen nicht finanzieren können. Man kann nicht einmal sagen, dass diese Signale nur in seitlichen Phasen verlieren würden. Sie verlieren auch in Trendphasen, da die Muster mit den im Regelwerk enthaltenen Stops selbst in Trendmärkten kaum jemals so idealtypisch auftreten, dass Geld übrig bliebe.

Frey und die Literatur

Fr. Frey ist jünger an Lebensjahren als ich. In der Branche bin ich länger als sie. Trotzdem wird sie nicht müde, mir zu predigen: "Sie müssen lebenslang lernen!" Hier ist ihr natürlich zuzustimmen, auch wenn ihre Altklugkeit mir gegenüber recht unpassend wirkt.

Sie erzählt mir dann ganz stolz, sie würde 5 Bücher im Jahr lesen. Ich lese pro Jahr 20-30 Bücher. Ich reagiere auf die wiederholten Belehrungen zum Lernen mit langsam spitz werdenden Bemerkungen. Es nützt mir nichts. Bald erreicht mich eine Mail:

Da ich "solche Probleme" mit dem Lernen hätte, solle ich doch einfach meine Lern-Unterlagen mitbringen. Sie würde mir zeigen, wie ich ein Buch lese und wie man lernt. Wie bitte?!

Zum ersten mal recherchiere ich, welche Ausbildung Fr. Frey-Marian hat. Die Gerüchte wollen wissen, dass sie ihr Medizin-Studium abgebrochen hat. Will jetzt eine Studienabbrecherin einer Akademikerin beibringen, wie man am besten lernt?

Ich frage mich langsam, ob Fr. Frey ein Problem mit ihrem Realitätssinn hat.

Anmerkung: Haben Sie sich schon ausgerechnet, lieber Leser, wieviele Consulting Stunden Frey-Marian auf ihre Rechnung schreiben kann, wenn sie mit jemandem viele hundert Seiten in Büchern liest?

Frey und die Chart-Software

Im Internet finden wir verwunderte Beiträge in Foren, dass Frey mit sehr alter Software arbeitet. Doch - warum nicht. Die muss ja nicht schlecht sein. Auch ich arbeite mit alter Software (auch). Sie verwendet eine TradeStation Version, die sicher schon 10 Jahre alt ist. Die Software ist gut, ich habe sie auch. Stutzen liess mich jedoch eins: Sie kann sie nur in recht groben Zügen bedienen. Wenn sie so aktiv tradet, warum kennt sie dann die Feinheiten der eigenen Software nach 10 Jahren nicht?

Sie behauptet "Metatrader ist die beste Software der Welt." Huh? Der kann doch nur einen Bruchteil ihre uralten TradeStation! Und sie weiß das nicht? Metatrader ist für einen Freeware sicherlich ein anständiges Programm. Als "gut" würde ich es nicht bezeichnen. Eher als mittelprächtig.

Gut, auch wenn man von Chartsoftware wenig Ahnung hat, kann man trotzdem ein guter Trader sein. Von einem Tischler/Schreiner erwartet man schließllich auch nicht, dass er viel über Hobel weiß, oder? Oder doch?

Frey und Programmieren

Fr. Frey behauptet, Charttechnik wäre zwar eindeutig, doch man könne Charttechnik nicht programmieren. Sie hätte es lange genug probiert. Sie nennt mir Beispiele. Etwa, eine Trendlinie, die in bestimmter Weise verläuft.

Also ich kann das in wenigen Minuten programmieren. Wenn Frau Frey denkt, es ginge überhaupt nicht, dann weiß sie sehr wenig über EDV.

Aber was soll meine Pingeligkeit. Es ist doch egal, ob sie ihr Wissen über Programmieren falsch einschätzt. Aber sagte sie nicht, sie hätte selbst programmiert? Egal.

Frey und Riskmanagement

Pyramidieren

Ich lerne beim Consulting von Frau Frey: In Trends muss man pyramidieren. Jetzt wage ich doch einen schüchternden Einwand: Pyramidieren ist doch schon mathematisch widerlegt? Aber nein antwortet sie, man muß Pyramidieren im Trend! Alle machen das.

Also bin ich wieder still. Denn ich will ja etwas lernen von meinem Coach.

Anmerkung: Pyramidieren ist eine Technik, die so tut, als wären Buchgewinne geschenktes Geld und es regellos riskiert. Das führt zu Riesenpositionen und schlecht diversifizierten Portefolios. In Summe wird die Performance instabil. Nach eigenen Angaben tradet Fr. Frey 20 Märkte. Ich kann nur sagen: Mein Geld würde ich ihr sicher nicht zur Verwaltung geben, wenn sie so wenig auf Stabilität achtet.

Der Kathastrophenstop

Fr. Frey erklärt mir, dass sie selbst keine Stops mehr setze, weil sie ohnehin nur abgefischt würden. Sie hätte bestenfalls "Kathastrophenstops".

Ich bin sehr irritiert von dieser Aussage. Es ist seit Jahren mein Job, Systeme statistisch auf dem Computer zu testen. Sehr weite Stops lösen irgendwann einmal aus und fressen die Gewinner von sehr langen Zeitperioden. Man kann mit dieser Strategie vielleicht ein Börsenspiel gewinnen. Doch niemals auf Jahre erfolgreich als Trader sein. Vielmehr tradet man eine Art Jo-Jo-Diät.

Money Management ala Vogel Strauß

Das Skritptum ist sehr mühsam zu lesen, siehe unten. Doch ich will wirklich lernen. Deshalb suche ich meine alte Briefmarkenlupe und lege sie auf ihre Gewinnsignale. Was sehe ich da erst unter der Lupe? Bevor die Position in Gewinn gehen kann, stoppt sie sich noch aus. Das aber mehr als einmal. Von 5 eingezeichneten "Gewinnsignalen" zeigt meine Betrachtung durch die Lupe, dass sich 2 in Wirklichkeit ausstoppen.

Ich schicke ihr das Chart und zeichne die Stops genau ein, ersuche um Erklärung. Ich bekomme keine Antwort darauf.

Ist Frau Frey ihr Geld wert?

Beurteilen Sie selbst. Ich hatte ihr den Auftrag erteilt, Setups für Handelssysteme zu liefern. Sie hat mir Systeme geliefert, die schon seit Jahrzehnten allgemein bekannt sind. Völlig kostenlos sind sie im Internet nachlesbar, z.B. hier: http://www.ad-hoc-news.de/expansion-breakout--/de/Boersenlexikon/22434671

Der doofe Kunde

Ich programmiere seit vielen Jahren Handelssysetme für Kunden. Zu meinem Beruf gehört, Handelssysteme schnell zu verstehen. Das ist auch eine Frage der Technik und Systematik. Wenn ein Kunde etwas aufzeichnet, dann ist es mir zum Reflex geworden, das Blatt an mich zu nehmen, ihm eine Laufnummer zu geben und mit Querverweisen zu meiner Mitschrift zu versehen. Als Frau Frey mir ihre Setups erklärte, hielt ich das genaus so. Berufskrankheit.

Bei jedem neuen Übungschart, das ich ihr soäter übersandte, brach sie in Gejammer aus, dass ich kein Wort verstanden und alles wieder vergessen hätte. Die Regel würde ganz anders lauten. - Nur in meinen Unterlagen finden sich Zeichnungen mit dem Stift einer Fr. Frey gezeichnet. Darin sieht man ganz genau, wie sie es URSPRÜNGLICH gesagt und erklärt hat.

Dass nachträglich Systeme anders behauptet werden, kommt bei Programmier-Kunden gelegentlich vor. Es sei dem Kunden verziehen und meist versuche ich im Rahmen vom Kundendienst, die Sache auf eigene Kosten zu modifizieren. Oft geht das auch leicht. Und ich verstehe den Kunden ja auch.

Doch jemand der MEIN Geld nimmt und sich Consulting-Firma nennt? - Dafür gibt es von mir einen roten Daumen nach unten. Und einen Buhruf obendrein. Denn gerade als (angebliche?) Traderin sollte man es gewohnt sein, für eigene Fehler auch eigenes Geld hinzulegen.

Frey-Marian Coaching Nachbetreuung

Ja, Fr. Frey-Marian gibt Nachbetreung. Ich habe E-Mails, Seiten, Seiten und seitenlang. Ich kann nicht sagen, dass Fr. Frey mir ihre Zeit nicht ausgesprochen großzügig geschenkt hätte und stets für mich da gewesen wäre. Doch was sie mir gesagt hat, wollte ich nicht wissen. Und was ich wissen wollte, hat sie mir nicht gesagt.

Von meinen Fragen zur Charttechnik ist leider kaum eine beantwortet. Ich habe meine charttechnischen Fragen schließlich in einen Excel-Sheet geschrieben, wo nur mehr anzukreuzen war ja/nein/kommt darauf an. Ich habe die Antworten sehr oft urgiert. Sie kamen nie. Es kamen nur weitere Hinweise, dass ich dermassen unbedarft wäre, dass ich noch nicht einmal begreifen könne, warum man meine Fragen nicht mit "ja/nein/kommt darauf an" beantworten könne.

Das Skriptum - ein Trauerspiel

Das Skriptum bekommt man erst nach Abschluß einer Consulting Einheit. Auch auf Anfrage, auch nach Bezahlung, keine Chance. Ich darf es vorher nicht sehen. Es würde ein Dummerchen wie mich ja nur verwirren. Wieder daheim kann ich also erstmals die Datei öffnen, die das Skript enthält. Keine Seitenzahlen, kein Inhaltsverzeichnis, keine Systematik. Manches, was besprochen wurde, ist drinnen, anderes nicht.

Das Schlimmste von allen: Die Auflösung der Charts ist dermassen schlecht, dass man nicht einmal erkennen kann, worauf es ankommt. Hier ein Beispiel. Dieses Chart soll demonstrieren, wie man nach den verschiedenen Varianten (siehe oben) die Trend bestimmt und die Bars zählt.

Anhand dieses "Candlestick - Charts" (unten) im Skriptum soll ich Lows, Highs und Closes zählen und miteinander vergleichen. Meine Bitte, mir das Chart in brauchbarer Auflösung zu schicken, wurde ignoriert.

Berufsberatung bei Frey - huch?!

Wie schon erwähnt, beauftragte ich Fr. Frey mit dem Vermitteln von Trading-Setups. Zu meiner Irritation begann sie, mich in Lebensfragen zu beraten. Etwa erging an mich der Vorschlag, ich solle doch Tänzerin werden.

Anmerkung: Das Seniorenalter für Tänzer beginnt mit 32, und ich gehe auf die 50 zu.

Ich dachte mir, jeder sagt zuweilen seltsame Dinge. Man sollte es taktvoll übergehen. Man will ja auch nicht jedes eigene Wort auf die Goldwaage gelegt wissen.

Die Berufsberatung wird mir jedoch immer mehr aufgedrängt, auch als sie auf Distanz stößt. Fr. Frey behauptet etwa, sie würde mir eine Berufsausbildung angedeihen lassen, die ein Jahr dauern würde. Und dank ihrer Lerninhalte würde ein neuer Lebensabschnitt meiner beginnen. - Wie bitte?! Ich denke mir, sie sollte ihre Vorschläge gelegentlich mit der Realität vergleichen. Ihr Auftrag lautete, Setups zu vermitteln und keineswegs, mein Leben verändern zu wollen.

Die ungebetene Beratung wird jedoch noch intimer. Sie rät mir mehr als einmal, nicht mehr mit echtem Geld zu traden. Soviel Fürsorge in Ehren. Doch eine der ältesten Tradingregeln lautet, NIEMALS auf dem Markt zu agieren, was ein anderer denkt. Kennt sie diese Regel etwa nicht? Kann jemand erfolgreich traden, der diese Regeln nicht lebt? Ich bin irritiert.

Lassen Sie mich die Berufsberatung zusammenfassen mit: "Gut gemeint ist das Gegenteil von gut."

Ein Chart mit systematischen Trades - Der Schock

Sofort nach dem ersten Termin hatte ich den zweiten Termin gebucht, weil die Bahn- und Hoteltarife auf Frühbuchung ausgelegt sind.

Ich hatte fest damit gerechnet, dass Fr. Frey mir meine Fragen zur Charttechnik zeitgerecht beantworten würde. Das war jedoch ein Irrtum. Als ob 2 Setups aus angeblichen 65 nicht ohnehin schon als Leistung kläglich genug wäre,.... Ich bekomme keine Antwort, als ich ihr wiederholt Charts mit Problemen bei der Anwendung schicke. D.h. ich bekomme schon Antwort, die jedoch mit meinen Fragen nicht viel zu tun hat.

Naturgemäß lasse ich mir auch Zeit damit, ihre zweite Rechnung zu bezahlen. Soll sie doch einmal ihre Gegenleistung für die erste Rechnung abliefern! Endlich kommt am Vorabend meiner Abreise ein Chart, das mich fassunglos erstarren läßt:

Frey-Marian hat ernsthaft vor jede Bewegung des Charts eine Linie gezeichnet und will mir das als Signal verkaufen. Nach ihrer Diktion gibt es gegen 90% Gewinnsignale, die ich Dummerchen alle übersehen hätte. Wenn man jedoch genauer hinsieht, stellt man fest,

  • dass sie oft so tut, als könne man gleichzeitig mit Signal-Sichtbarkeit auch in den Markt einsteigen. In der Realität kann ich jedoch nur aktiv werden, wenn ich das Signal erst mal sehe. D.h. der Einstieg kann nur zum nächsten Bar erfolgen
  • ein Signal gilt für sie schon als profitabel, wenn es ein paar Ticks in Buchgewinn war, bevor es auf Nimmerwiedersehen in Verlust geht.
  • dass jeder Trade Ausführungsverluste hat, beachtet sie offenbar nicht
  • wo die Stops und die Ausstiegspunkte liegen, darüber denkt sie nicht nach. Definitiv gibt es kein Riskmanagement, dass all ihre angeblich profitablen Trades auch aufs Konto bringen könnte
  • sie wendet jede Variante ihrer Signale an, die jeweils gewonnen hätte. Dass genau diese Variante nur Minuten später Verlustsignale gebracht hätte, ignoriert sie.

Wenn man einen Verlust als solchen erkennt, muß man ihn realisieren. Und zwar sofort. Ich lasse daher Reisekosten Reisekosten sein und sage den Termin bei Frey ab. Für diese Pseudo-Weisheiten bezahle ich definitiv kein zweites mal.

Die Reaktion

Nach einigen Tagen finde ich eine Mail von Frey-Marian. Darin nicht ein Wort zur Charttechnik. Nicht ein Wort dazu, wie man all ihre angeblichen Gewinne aufs Konto bringt. Hat sie meine Screenshots nicht gesehen? Nicht verstanden? Weiß sie nicht, wovon ich spreche?

Ich habe keine Ahnung, warum sie zur Charttechnik und meinen Fragen nicht ein Wort sagt. Dafür höre ich einen neuen Vortrag, welche einmalige Chance ihr Coaching für mich wäre. Ein Umdenken wäre für mich so bitter nötig. Wieder gibt sie mir zu verstehen, wie langsam ich im Kopf wäre. Ich möge in Zukunft hoffentlich bessere Entscheidungen treffen, als Coachings mit ihr abzusagen!

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Zusammenfassung

Frey-Marian besitzt Basiswissen auf dem Gebiet der Charttechnik. Darüber hinaus kennt sie sehr viele Vokabel zum Thema, die sie mit pseudo-kompetenten Worthülsen serviert.

Bei Riskmanagement, Software und Programmieren werden ihre Kenntnisse recht kläglich. Sie wirkt wie ein Privatanleger, der sich in einem Aktienforum wichtig macht. Ich finde es peinlich, derartiges Halbwissen als Coach zu verkaufen.

Auf dem Gebiet der Trading-Psychologie offeriert Fr. Frey Omnipotenzfantasien. Jene aktiven Trader, die ich kenne, leisten sich derlei nicht.

Die Setups von Frau Frey gewinnen nicht einmal im Paper-Trading.

Ihr persönliches Auftreten ist oberflächlich betrachtet charmant. Dahinter geblickt ist sie persönlich derart anmaßend, dass es schon lächerlich wird.

Uneingeschränkte Kompetenz besitzt Fr. Frey auf dem Gebiet der Selbstvermarktung.

zum Anfang

Exkurs I: Gewinnt Frau Frey selbst beim Traden?

Das ist schwer zu sagen. Selbst die Vorlage von Kontoauszügen ist nicht so klar, wie es scheint. Denn einerseits gibt es den Tradingstil-Typ "Eintagsfliege" (nach 100 Trades verliert einer so hoch, dass die Gewinne wieder zusammenschmelzen) und andererseits gibt es Drucker. Ich will damit nicht unterstellen, dass Fr. Frey falsche Belege vorlegen könnte. Es soll nur gesagt werden, dass aussagekräftig nur Belege sind über etwa 1000 Trades mit einem Audit-Stempel eines Buchprüfers. Ich habe solche Belege von ihr nicht gesehen und kenne niemanden, der sie gesehen hätte.

Ich kann also nur mutmassen. Dabei fälllt mir recht viel auf. Eines dieser Elemente ist ihre Persönlichkeit: So stellt man sich niemanden vor, der in sich ruhend hohe Profite nach Hause bringt. Das andere ist ihre Perspektive. Wenn sie ein Chart ansieht, stechen ihr Einstiegssignale ins Auge. - Und das ist der Blick des Trading-Neulings. Jemand, der jeden Tag auf dem Markt aktiv ist, der sieht keine Einstiegssignale. Der sieht Einstiegs-Exekutionsmöglichkeiten und welches Riskmanagment die Ausstiegschancen erlauben.

Irritiert bin ich auch von ihrer Aussage 2010, sie würde 65 Trading-System anwenden und unterrichten. Jedes Jahr würde sie Bücher zu den Neuerungen lesen. 2012 sagt sie noch immer dasselbe. Das erscheint mir nicht nachvollziehbar. Denn aus dieser Darstellung sollte sich ergeben, dass Zahl der Systeme / Setups schnell steigen müßte.

Daytrading im Minutenchart erfordert Handelsentscheidungen in Sekunden. Von diesem Gesichtspunkt her erscheint es unpraktisch "2 Varianten" von Systemen und Zählweisen zu haben. Bis man beide durchprobiert habe, liegt jeder Einstiegszeitpunkt ein paar Minuten zurück. Die Idee, dass die Orientierung am close oder open "richtiger" wäre, entsprcht auch eher Anfängervorstellungen. Der Statistiker wird hier kaum einen Unterschied in der Zuverlässigkeit der Patterns nachweisen können. Wozu also die Verwirrung der Zählmethoden?

Daher ist es meine persönliche Vermutung, dass Frau Frey relativ wenig, wenn überhaupt, selbst tradet. Vielmehr scheint sie hauptsächlich anderen zu erklären, wie es geht.

Exkurs II: Gibt es Handelssysteme, die gewinnen?

Ja, die gibt es! Das war die gute Nachricht. Jetzt kommt leider die schlechte. In meiner langjährigen Laufbahn habe ich viele tausend Handelssysteme gesehen. Nach meinen Kriterien (mindestens 100, besser 1000 Trades, in liquiden Zeitreihen und Märkten, die nicht korrellieren) war davon nur eine Handvoll profitabel. D.h. der Anteil an Gewinnsystemen lag in einem kleinen Promillebereich.

Ob ich diese Gewinn-Systeme unterrichten würde? - Niemals! Einige davon unterliegen meiner Verschwiegenheitspflicht und andere, - verzeihen Sie lieber Leser, - sind zu schwer erarbeitet, als dass ich sie teilen würde.

Sie wollen wissen, wie die Systeme UNGEFÄHR aussahen? Das kann ich gerne sagen: Sie waren nicht extrem kompliziert, aber auch nicht so einfach, wie die Ratgeber-Bücher uns das weis machen wollen. Riskmanagement war oft extrem wichtig.

Veröffentlicht findet man davon kein einziges System. Ich weiß, wer sie kennt, und ich weiß, wer sie tradet. Nur wenige wissen das. Denn diese Leute würden niemals auf Anlegermessen gehen, um zu prahlen.


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